Brustkrebsvorsorge

Frühzeitig erkannter Brustkrebs ist in vielen Fällen heilbar.

Rainer Schwarzkopf MammasonographieBei den häufigsten Krebserkrankungen der Frau steht in Deutschland die Diagnose Brustkrebs leider nach wie vor an erster Stelle.
Als erhöhte Risikofaktoren für die Erkrankung an Brustkrebs gelten Rauchen, Übergewicht, Alkohol, Kinderlosigkeit, langjährige Einnahme einer Hormonersatztherapie und natürlich genetische Veranlagungen mit bereits erfolgten Fällen von Brustkrebs in der Familie. Es erkranken jedoch auch Frauen, die keine der bekannten Risikofaktoren aufweisen und überwiegend "gesund" leben. Daher spielt die Früherkennung und die regelmäßige Brustkrebsvorsorge mit Hilfe von Brustsonographie und Mammographie (ab einem bestimmten Alter) eine so entscheidende Rolle.


Rechtzeitige und früh erkannte Veränderungen der Brust (dazu gehören gutartige als auch bösartige Veränderungen) sind heute in den meisten Fällen heilbar.

Die in der gesetzlichen Krebsvorsorge empfohlene Tastuntersuchung ist jedoch leider absolut nicht für eine frühzeitige und aussagekräftige Diagnostik geeignet. Frühzeitig erkannte Veränderungen sind meist Tumorgrößen und Knoten von unter 1 cm. Ein solch kleiner Knoten ist jedoch sehr schwer tastbar! Ein tastbarer Knoten ist dagegen durchschnittlich bereits 1,5 bis 2 cm groß und bedeutet, dass in vielen Fällen bereits operiert werden muss. Um die kleineren Knoten und Veränderungen des Brustgewebes rechtzeitig und früh genug zu entdecken, muss man weitere Verfahren einsetzen:

  • Rainer Schwarzkopf Mammographiebefund2Brustultraschall (Mammasonographie)Der Brustultraschall hat gegenüber der Mammographie mehrere Vorteile:
    Es gibt keinerlei Strahlenbelastung und ist dadurch beliebig oft durchführbar.
    Es stellt sich ein dynamisches Bild dar; im Gegensatz zur Mammographie!

  • Mammographie (Röntgen der Brust)
    Eine Mammographie sollte ohne Belastung aufgrund der Röntgenstrahlung in der Regel nicht öfter als alle 2 Jahre erfolgen.

Nur die Hälfte aller Brustkrebsfälle betrifft die Altersklasse der 50 bis 69-jährigen Frauen, welche seit Frühjahr 2007 am deutschlandweiten Mammographie-Screening teilnehmen darf.
Der Ultraschall der Brust bietet zudem eine höhere Genauigkeit bei dichter, drüsenreicher Brust. Dies betrifft insbesondere jüngere Frauen (unter 50 Jahren) und Frauen, die eine Ersatztherapie erhalten.

Und: Gut zu wissen – die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammasonographie) ist so gut wie schmerzfrei, einfach durchzuführen und bietet schnelle, präzise Diagnosemöglichkeiten.
Bei der Mammographie wird mit belastender Röntgenstrahlung gearbeitet und zudem müssen die Röntgenbilder zur Auswertung erst (wie ein Foto) entwickelt und genau ausgewertet werden. Hier bedarf es eines geschulten Blickes, um gutartige und bösartige Veränderungen des Brustgewebes zu erkennen und entsprechend zu deuten.

Wie sieht eine optimale Brustkrebsfrüherkennung aus?

Rainer Schwarzkopf MammographieuntersuchungEine optimale Brustkrebsvorsorge (genauer: Brustkrebsfrüherkennung) sieht nach heutigem Wissensstand so aus:

  • Selbstuntersuchung/Brustabtasten der Brust einmal pro Monat nach einem festen Schema (der beste Zeitpunkt ist kurz nach der Regelblutung).
    Sie selbst kennen Ihre Brust am besten und können Veränderungen, Spannungen und Schmerzen am ehesten selbst frühzeitig feststellen. Sollten Sie Veränderungen feststellen, ist dies noch lange kein Grund zur Sorge, vereinbaren Sie zur Abklärung einen zeitnahen Termin in unserer Frauenarztpraxis Rotenburg und wir werden mit einer hochauflösenden Ultraschalluntersuchung Ihre Brust untersuchen und damit für Klarheit sorgen können.
  • Regelmäßige Untersuchung der Brust durch den Frauenarzt (Brustultraschall, Tastuntersuchung)
  • Ultraschall der Brust einmal pro Jahr (bei familiärer Belastung oder besonders hohem Sicherheitsbedürfnis auch zweimal pro Jahr)
  • Mammographie alle zwei Jahre im Alter von 50 bis 69 Jahren, bei familiärer Belastung ggf. auch häufiger.

Selbstabtasten? Warum ist dies so wichtig?

Frauen empfehlen wir, regelmäßig ihre Brust auf Veränderungen bzw. Knoten abzutasten.

Rainer Schwarzkopf BrustabtastenAuch heute noch werden rund 80% der Tumore von den betroffenen Frauen selbst entdeckt. Gerade um schnell wachsende Karzinome und Knoten frühzeitig aufzufinden, empfiehlt es sich, einmal monatlich die Brust selbst zu überprüfen.
Das darf natürlich eine Untersuchung bei uns mit einer Sonographie und ggf. Mammographie nicht ersetzen, ist aber in jedem Fall eine gute Ergänzung. Zum Abtasten sollten Frauen sich am besten hinlegen und den Arm hochheben. Dann wird die Brust mit drei bis vier Fingern von außen nach innen abgetastet. Mögliche Anzeichen auf Brustkrebs sind neben Knoten oder neu aufgetretene Verhärtungen im Brustgewebe auch ein Einziehen der Haut oder der Brustwarze. Auch Rötungen oder ein „Nässen" der Brustwarze sind mögliche Warnsignale, die auf eine bösartige Veränderungen hinweisen. Bei solchen Anzeichen sollten Sie sich umgehend an uns wenden und die Veränderungen untersuchen lassen. Wir werden die Stelle dann zunächst per Ultraschall überprüfen und bei einem Verdacht auf eine Erkrankung im Rahmen einer Mammographie eine Röntgenuntersuchung vornehmen lassen.

Untersuchungen der Brust – was kann man selbst machen?

Veränderungen der Brust sind sehr vielseitig und können Ausdruck verschiedener Erkrankungen sein.

Um Ihnen einen ersten Überblick über die wichtigsten Veränderungen der Brust und deren Diagnostik zu geben, haben wir diese Informationen für Sie zusammengestellt.

Rainer Schwarzkopf Brustabtasten2Wichtige Anzeichen einer Brusterkrankung sind:

  • Knotenbildung
  • Einziehung oder Vorwölbung im Brustbereich/Einziehen der Brustwarze
  • Orangenhautartige Veränderung der Brustoberfläche
  • Austreten von Flüssigkeiten im Bereich der Brustwarzen
  • Ekzemartige Veränderungen der Brustoberfläche
  • Rötung/Flecken und Schwellungen
  • Schmerzen und Spannungsgefühle in den Brüsten
  • Schmerzen und angeschwollene Lymphknoten im Axelhöhlenbereich

Diese Veränderungen können sich als harmlos herausstellen, sie können aber auch erste Anzeichen für eine bösartige Erkrankung sein.

Häufigkeit von Brustkrebserkrankungen:

Brustkrebs ist in den westlichen Industrieländern die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
In den letzten 20 Jahren haben die Erkrankungsfälle stetig um 1-2 % im Jahr zugenommen, so das mittlerweile jede 10. Frau in Deutschland an Brustkrebs erkrankt. Wir sehen eine Häufigkeit zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr, jedoch steigt zahlenmäßig auch der Anteil der jüngeren Frauen (jünger als 40 Jahre) und liegt mittlerweile bei ca. 35% aller Brustkrebserkrankungen. Selbstverständlich ist die erhöhte Festellungsrate auch mit den immer besser gewordenen Erkennungsmöglichkeiten begründet. Je besser die Diagnostikmöglichkeiten, desto mehr Fälle werden auch gefunden. Brustkrebs ist jedoch in der Regel heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt und frühzeitig richtig behandelt wird!
Machen Sie aktiv mit, um eine Brustkrebserkrankung frühzeitig zu entdecken und gehen Sie kein Risiko ein.

Sie wünschen eine eingehende Beratung zum Thema Brustkrebsvorsorge? Sprechen Sie uns an.
Wir nehmen uns in einem gesondert vereinbarten Termin genügend Zeit, mit Ihnen über das Thema Mammasonographie und Mammographie sowie allen Möglichkeiten einer optimalen Brustkrebsfrüherkennung in einer speziellen Brustsprechstunde mit Ihnen zu sprechen.


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Praxisstandort

Dr. med. Rainer Schwarzkopf
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe Rotenburg

Große Straße 47
27356 Rotenburg/Wümme
Tel.: 0 42 61 - 2970

Bahnhof Straße 6
27383 Scheeßel
Tel.: 0 4263 - 2070

E-Mail: info@gyn-row.de
 

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